Das zweitgrößte Land unseres Kontinentes lässt sich ideal per Flusskreuzfahrtschiff bereisen. Weltkulturen und Weltreligionen, wildromantische Schluchtenlandschaften und futuristische Wolkenkratzer: Was China an Attraktionen für seine Besucher bereithält, ist –wie die Ausmaße des Landes selbst – gigantisch.
Hier geht es zu den Reisen von Viking Flusskreuzfahrten durch China.
Die Geschichte Chinas
Obwohl China eines der größten und mächtigsten Länder der Welt ist, wissen viele Menschen wenig über das Land und sein Volk. Das mag darin begründet sein, dass China Jahrhunderte lang für Fremde nicht zugänglich war. Symbol der Isolation Chinas ist die Chinesische Mauer, die vor mehr als 2.000 Jahren gebaut wurde, um ausländische Invasoren abzuhalten. Der traditionelle Name von China ist Zhongguo oder Mittleres Reich. Auch der Name des Machtzentrums des Mittleren Reiches, die Verbotene Stadt, verdeutlicht Chinas historische Bemühungen, sich Einflüssen von außerhalb des Landes zu erwehren.
Auch unter kommunistischer Herrschaft blieb das Land isoliert und unzugänglich, vielleicht noch mehr als zuvor. Erst in den letzten drei Jahrzehnten hat China begonnen, westliche Besucher willkommen zu heißen. Glücklicherweise hat die lange Phase der Isolation dazu geführt, dass die uralten Kulturgüter sehr gut erhalten geblieben sind.
Die chinesische Wirtschaft ist heute eine der am schnellsten wachsenden der Welt. 2008 richtete das Land die Olympischen Sommerspiele in Peking aus.
Die Landschaften entlang des Jangste
Der „Lange Fluss“ ist von majestätischer Größe: Er ist der längste Fluss Chinas und der drittlängste der Welt. Beeindruckend sind vor allem seine Ufer, darunter der wohl berühmteste Abschnitt der Drei Schluchten, der von bis zu 1.300 m hohen Steilfelsen beherrscht wird. Die erste, zugleich engste und nur 8 Kilometer lange der Großen Drei Schluchten ist die Qutang-Schlucht. Im Anschluss an diese atemberaubende Kreuzfahrtpassage erkundet man per Ausflugsboot die exotische Bilderbuchlandschaft der Kleinen Drei Schluchten am Daning-Fluss, wo eine üppige subtropische Vegetation, an Steilwänden klebenden, abenteuerlich anmutende Holzstege und die berühmten, hoch über dem Wasser hängenden Särge, in denen das Ba-Volk seine Toten zur letzten Ruhe bettete, zu bewundern sind. Zurück auf dem Hauptstrom erwartet die Kreuzfahrer schließlich die märchenhaft schöne Wu-Schlucht. Sie ist einer uralten Legende nach von Hexen bewohnt und wird von zwölf bis zu 1.000 m hohen Gipfeln gesäumt. Und nach der Passage des gewaltigen Der-Schluchten-Damms erreicht man die Xiling-Schlucht, die längste und zugleich tiefste der Großen Drei Schluchten, deren östliche Hälfte des Damms noch spektakulärer als die westliche ist.
UNESCO-Welterbe in China
Die UNESCO schützt in China zahlreiche Stätten des Kultur- und Naturerbes: die Chinesische Mauer; die Bergregion Tai Shan; die Kaiserpaläste der Ming- und der Qing-Dynastien in Peking (Verbotene Stadt) und Shenyang; die Mogao-Grotten; das Grabmal des ersten Kaisers von China Qin Shihuangdi mit seiner Terrakotta-Armee; die Fundstätte des Peking-Menschen in Zhoukoudian (allesamt seit 1987); die Gebirgslandschaft Huang Shan (seit 1990); den Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal; die Kalksinterterassenlandschaft Huanglong; den Landschaftspark Wulingyuan (allesamt seit 1992); Sommerresidenz und Tempel bei Chengde; Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu; Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast in Lhasa (allesamt seit 1994); den Nationalpark Lushan; die Berglandschaft Emei Shan und „Großer Buddha von Leshan“ (allesamt seit 1996); die Altstadt von Lijiang; die Altstadt von Pingyao; die Klassischen Gärten von Suzhou (allesamt seit 1997); den Kaiserlichen Garten (Sommerpalast) bei Peking; den Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking (allesamt seit 1998); die Felsbilder von Dazu; das Wuyi-Gebirge (allesamt seit 1999); die Dörfer Xidi und Hongcun; die Kaiserliche Grabstätte der Ming- und Qing-Dynastien; die Longmen-Grotten; das Qingcheng-Gebirge und das Bewässerungssystem von Dujiangyan (allesamt seit 2000); die Yungyang-Grotten (seit 2001); die Schutzzonen im Nationalpark der „drei parallel verlaufenden Flüsse“ in Yunnan (seit 2003); die Ruinen und Gräber des antiken Königreichs Koguryo (seit 2004); das historische Zentrum von Macao (seit 2005); die Reservate der Großen Pandas in Sichuan; Yin Xu (allesamt seit 2006); die Diaolou-Türme und Dörfer in Kaiping; die Karstlandschaft in Südchina (allesamt seit 2007); die Tulou-Lehmrundbauten in der Provinz Fujian; den Nationalpark Sanqing Shan (allesamt seit 2008)