Köln, 6. Januar 2010 – Der 12. Juni 1816 war für die Stadt Köln ein ganz besonderes Datum: An jenem Mittwoch kam erstmalig Rhein-aufwärts ein Dampfschiff in die Domstadt. Den Engländern folgten in den nächsten Jahren die Niederländer: Sie schickten Dampfschiffe auf Erkundungstour und erreichten zunächst Bacharach und schließlich im Jahr 1824 Kehl. Jahre des Wachstums sollten folgen: Güter- und Personenverkehr nahmen stetig zu. 1853 besaßen allein das Düsseldorfer Unternehmen „Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein“ und die „Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrts-Gesellschaft“ in Köln, die sich in demselben Jahr zusammen schlossen, 27 Dampfschiffe. Doch schon kurz darauf wird die Konkurrenz der Eisenbahn spürbar, die in den 1840er und 50er Jahren ihre Strecken entlang des Rheins ausbaute. Und während im Berufs- und Geschäftsverkehr immer weniger Personen das Dampfschiff wählten, wuchs der sogenannte Erholungsverkehr. Immer mehr Menschen unternahmen in ihrer Freizeit eine Fahrt auf dem Rhein. Die Idee der Erholungsfahrt auf dem Fluss war geboren.Doch es sollte noch bis 1960 dauern, bis die erste Kreuzfahrt auf dem Rhein angeboten wurde. Heute blicken wir auf eine 50-jährige Geschichte der Flusskreuzfahrt in Europa zurück. Die „Europa“ war das erste „Kabinenschiff“ auf dem Rhein – das erste „schwimmende Hotel“. Erstmalig wurde mit ihr ein Schiff eigens für eine Flusskreuzfahrt in Europa konzipiert – mit bestmöglicher Vereinigung der nautischen und hoteltechnischen Belange. Maschineneinrichtungen und Wirtschaftsräume wurden im Hinterschiff untergebracht, um die Fahrgeräusche für die Passagiere zu minimieren. Bis zu 200 Gäste fanden in den 75 Kabinen, die den damaligen Komfortansprüchen gerecht wurden, Platz.
Vom Prototyp „Europa“ bis zur zukunftsweisenden „Viking Legend“
Noch heute sind die Folgeschiffe der „Europa“, die ehemalige „Helvetia“ (Baujahr 1960/61), „Britannia“ (Baujahr 1968/69) und „Deutschland“ (Baujahr1970/71) im Einsatz – wenngleich unter anderen Namen. Doch es hat sich in den 50 Jahren Flusskreuzfahrten in Deutschland sehr viel getan: Mit den technischen Möglichkeiten stiegen die Komfortwünsche der Reisenden. Wo früher der Blick auf die vorbei ziehenden Landschaften nur durch ein recht kleines Kabinenfenster fiel, ermöglichen heute an Bord neuer Schiffe französische Balkone freie Sicht auf die Uferpanoramen. Die Sonnendecks der modernen Schiffe können in ihrer gesamten Länge genutzt werden. Insgesamt sind die heutigen Flusskreuzfahrtschiffe sehr hell und licht; die technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts sorgen zum Beispiel auch für ein Maximum an Raumhöhe und großzügige Badezimmer in den Kabinen und sogar Internetanschluss an Bord. Und Viking Flusskreuzfahrten führte im Juli 2009 den ersten europäischen Flusskreuzer mit Diesel-elektrischem Antrieb ein: So ist die Fahrt der „Viking Legend“ für die Gäste kaum noch hör- und spürbar, und es können bis zu 20 Prozent Treibstoff eingespart werden.Die Trend-Reiseform „Flusskreuzfahrt“ gibt es in Deutschland im Jahr 2010 schon seit 50 Jahren und ist eng mit der Firmengeschichte von Viking Flusskreuzfahrten verbunden. Denn die Flusskreuzfahrtsparte der KD kaufte Viking-Gründer und -Vorstandsvorsitzender Torstein Hagen im Jahr 2000 für die Viking River Cruises-Gruppe. Somit baut die heutige Viking Flusskreuzfahrten GmbH auf insgesamt 50 Jahre Erfahrung in der Gestaltung und Durchführung von Flussreisen auf.
Abdruck honorarfrei. Belegexemplare erbeten.